Die Konstruktion von Förderanlagen
sollte derart erfolgen, dass das Stahlband niemals die Ermüdungsgrenze erreicht.
Dadurch kann eine beträchtliche Lebensdauer des Stahlbandes erreicht werden.
Risse, Dellen und Grate im Stahlband stellen häufige
Ursachen für vorzeitiges Ermüden des Materials in Folge von
Überbeanspruchung dar. Aus diesem Grund werden die Bandkanten - die ein sehr
sensibler Bereich des Bandes sind - werkseitig gerundet, um scharfe Kanten
zu vermeiden. Allfällige, in der Anlage des Kunden auftretende
Beschädigungen des Bandes sollten so bald wie möglich repariert werden, um
Überbeanspruchungen und Materialversagen vorzubeugen.
Biegebeanspruchung: Das Biegen des Bandes im Bereich
der Umlenktrommeln erhöht das Spannungsniveau um die Biegebeanspruchung. Im
Normalfall wird der Umlenkradius einer Anlage jedoch so gewählt, dass die
Summe der Beanspruchungen, die auf das Band wirken (Zug- und
Biegebeanspruchung) unterhalb der Materialermüdungsgrenze liegt. Jede
Beschädigung des Bandes erhöht allerdings die Beanspruchungen im Bereich der
beeinträchtigten Stelle, so dass es mitunter relativ bald zu
Überbeanspruchungen kommen kann.
Zugfestigkeit: Die Zugfestigkeit und
die Ermüdungsgrenze von Stahlband-Materialien stehen in engen Zusammenhang.
Stahlbänder werden daher aus Stählen mit relativ großer Zugfestigkeit (1/2 Hard)
hergestellt, und haben aus diesem Grund einen hohen Ermüdungswiderstand.