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Ermüdungseigenschaften von Stahlbändern
 

Ermüdungswiderstand: Der Ermüdungswiderstand (fatigue strength) von Metallen ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit gegen Materialversagen unter wiederholter Belastungseinwirkung. Im Zuge von Materialermüdungstests werden Testreihen erstellt, im Zuge derer Proben unterschiedlich großen, langen und häufigen, wiederholten Belastungen ausgesetzt werden. Der Widerstand gegen Materialermüdung gibt die maximale Belastung des Materials an, bei dem dieses einer hohen Anzahl an Lastwechseln standhalten kann.

Die Konstruktion von Förderanlagen sollte derart erfolgen, dass das Stahlband niemals die Ermüdungsgrenze erreicht. Dadurch kann eine beträchtliche Lebensdauer des Stahlbandes erreicht werden.

Risse, Dellen und Grate im Stahlband stellen häufige Ursachen für vorzeitiges Ermüden des Materials in Folge von Überbeanspruchung dar. Aus diesem Grund werden die Bandkanten - die ein sehr sensibler Bereich des Bandes sind - werkseitig gerundet, um scharfe Kanten zu vermeiden. Allfällige, in der Anlage des Kunden auftretende Beschädigungen des Bandes sollten so bald wie möglich repariert werden, um Überbeanspruchungen und Materialversagen vorzubeugen.

Biegebeanspruchung: Das Biegen des Bandes im Bereich der Umlenktrommeln erhöht das Spannungsniveau um die Biegebeanspruchung. Im Normalfall wird der Umlenkradius einer Anlage jedoch so gewählt, dass die Summe der Beanspruchungen, die auf das Band wirken (Zug- und Biegebeanspruchung) unterhalb der Materialermüdungsgrenze liegt. Jede Beschädigung des Bandes erhöht allerdings die Beanspruchungen im Bereich der beeinträchtigten Stelle, so dass es mitunter relativ bald zu Überbeanspruchungen kommen kann.

Zugfestigkeit: Die Zugfestigkeit und die Ermüdungsgrenze von Stahlband-Materialien stehen in engen Zusammenhang. Stahlbänder werden daher aus Stählen mit relativ großer Zugfestigkeit (1/2 Hard) hergestellt, und haben aus diesem Grund einen hohen Ermüdungswiderstand. 

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