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Führung und Garadeauslauf von Stahlbändern in Förderanlagen
 

Band-Führungsmethoden. Zur Führung eines Stahlbandes in einer Förderanlage kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung. Das Band kann einerseits mit Spurleisten versehen werden, die entweder in Spurrädern oder an der Außenseite über Umlenktrommeln laufen, andererseits kann es auch ohne Spurleisten geliefert werden, wobei in diesem Fall eine automatische Bandsteuerung erforderlich ist.

Bänder ohne Spurleisten. Bei dieser Art von Bändern ist eine automatische Bandsteuerung für einen ordnungsgemäßen Geradeauslauf des Bandes notwendig. Dieser wird durch Erhöhen oder Verringern des durch die Umlenktrommel auf die einzelnen Bandkanten ausgeübten Druckes beeinflusst. Das Band hat die Tendenz, immer zur Seite der niedrigeren Bandspannung zu laufen. Zur Veränderung / Steuerung dieser Spannung werden in der Regel entweder hydraulische oder pneumatische Zylinder eingesetzt, die die Bandspannung über die Stellung der Umlenktrommeln regeln.

Bänder mit Spurleisten. Spurleisten aus Gummi oder Metallspiralen können auf die Unterseite des Bandes angebracht werden. Hier  wird das Band durch das Führen der Spurleiste in Vertiefungen in den Umlenkrädern bzw. an der Außenseite der Umlenktrommeln (Anlagenabhängig) am Verlaufen gehindert. In beiden dieser Fälle ist die Verbindung zwischen Spurleiste und Stahlband ein kritischer Punkt.

Anbringungsverfahren von Spurleisten:

Bonding Methode.  Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Anbringung von Spurleisten auf dem Stahlband. Die am weitesten verbreitete Methode ist die Verwendung eines Klebestreifens (Heißklebe - Film). Bei diesem Verfahren wird eine bereits vulkanisierte Spurleiste mittels eines Klebefilms am Band befestigt. Verschiedene vorbereitende Arbeitsschritte sind nötig, um die Haftung des Gummis auf der Bandoberfläche zu gewährleisten.  Die Temperatur-Widerstandsfähigkeit dieser Anbringungsmethode liegt bei weniger als 100° C.

Vulkanisationsmethode. In diesem, vor allem von Contibelt angewendeten Verfahren, wird eine unvulkanisierte Gummi-Spurleiste direkt auf das Band aufvulkanisiert. Diese Methode ermöglicht die stärkste Verbindung von Band und Spurleiste bei gleichzeitig höchstmöglicher Temperatur-Widerstandsfähigkeit. Diese beträgt bis zu 180° C, wobei Contibelt für die Converope HTR Spurleiste Temperaturresistenz bis zu 135° C gewährleistet. Dieses Verfahren wird auch zur Herstellung von Stauleisten angewandt.

Metall-Spiralspurleisten. In diesem Fall werden Spurleisten aus Metall-Spiralen mittels Punktschweißverfahren an der Bandunterseite befestigt. Dieses Verfahren garantiert zwar die höchste Temperaturresistenz der Verbindung, bringt aber gleichzeitig Probleme mit sich: Durch die Schweißpunkte kommt es oft zu Materialermüdungserscheinungen und Rissen in der Bandoberfläche. Dieses Problem sollte bei der Wahl der Spurleiste berücksichtigt werden.

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